aeronautec GmbH · Gewerbering 7 · 83370 Seeon · Tel.: +49 (0)8624/89 199-0 · Fax +49 (0)8624/89 199-29 ·
 
Schnellsuche
Home Über uns Impressum Kontakt
Entstehungsgeschichte
Entstehungsgeschichte
 
Die 70er
Angefangen hat alles in den Siebzigern, Dr. Herbert Fitz, Polymerchemiker, entwickelte eine Folie namens ETFE aus Fluorpolymeren mit besonderen Eigenschaften. Dieser Kunststoff ist nicht nur leichter als Glas, er lässt auch mit einer Lichttransmission von bis zu 95 % im sichtbaren Bereich (VIS) mehr Licht hindurch. Er verschmutzt nicht, ist witterungsbeständig und extrem langlebig. In Österreich startete man ein Pilotprojekt in dem je unter einem Gewächshaus aus Glas und ETFE Folie eine Rosenzucht gleichzeitig begonnen wurde. Das Ergebnis war mehr als beeindruckend: Das Wachstum war stärker, die Farbe der Rosen intensiver und keine Brennpunkte auf den Blättern erkennbar als unter dem verwendetem Glas.

Der bisher größte Einsatz dieser heute weltweit bekannten ETFE Fluorpolymerfolie ist die Allianz Arena in München zu sehen, die für die anstehende Fußball WM 2006 errichtet wurde. Mit der Umhüllung des Stadions aus 2760 ETFE Folienkissen ist sichergestellt, dass Besucher vor Witterungseinflüssen ganzjährig geschützt sind. Durch die transparente Gebäudehülle und dem geringen Lichtverlust ist für das Wachstum des Spielrasens und die Belichtung der zahlreichen Restaurants, Büros und Logen gesorgt.


Die 90er
Anfang der Neunziger wurde diese Folie weiterentwickelt. Es folgte ein Versuch, in dem der Rohstoff der Folie erstmals zu Monofilamenten extrudiert wurde. Durch das Abweben der Monofilamente (Kett- und Schussfäden) und dem Thermofixieren der Knotenpunkte entstand ein transluzentes Gewebe. In einem Spezialverfahren wurde der bereits eingesetzte Rohstoff gelöst, eine Beschichtungsmasse entwickelt und das Rohgewebe beschichtet. Das Ergebnis: Es entstand ein wind- und wasserdichtes Gewebe mit außergewöhnlichen lichttechnischen Eigenschaften. Unter dem Mikroskop erkannte man, dass sich die Beschichtungsmasse an den Knotenpunkten des Gewebes linsenartig festgesetzt hatte. Messungen durch Institute ergaben dann die besonderen lichttechnischen Eigenschaften: Direkte Lichtstrahlen dringen durch die Gewebestruktur und werden optimal in Streulicht unter minimalem Lichtverlust umgewandelt. Dabei entstand weltweit das erste witterungsbeständige, lichttechnische Gewebe mit einer Lichttransmission von > 90%, einem hohen Streulichtanteil unter geringfügiger Schattenbildung.


Der grosse Durchbruch
Der große Durchbruch kam 1996 durch eine projektbezogene Untersuchung für das Entwicklungs-zentrum von DaimlerChrysler in Sindelfingen unter Leitung des italienischen Architekten Renzo Piano. Das Monofilamentgewebe wurde unter 50 anderen Materialien für seine lichttechnischen und außergewöhnlichen Eigenschaften als bestes ausgezeichnet.
Das Gewebe ist unter dem Namen aerolight® bekannt und für die Entwickler der aeronautec GmbH rechtlich geschützt. Es ist das weltweit einzige Gewebe, das diese lichttechnischen Eigenschaften besitzt. Im Gegensatz zu anderen Materialien ist aerolight® farbecht, bedruckbar, geruchsneutral, witterungsbeständig, langlebig, frei von Weichmachern und leicht zu reinigen.


Aussergewöhnlich
Auch im Bereich der Sicherheit überzeugt aerolight”. Mit der Brandklasse B1, nach DIN 4102, entspricht es den hohen Anforderungen und ist somit nur schwer entflammbar und reagiert selbst-verlöschend. Ein weiterer Vorteil ist die nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeit durch die hohen Festigkeiten. Mit den genannten Eigenschaften verbindet aerolight” in der Entwicklung von Raumkonzepten die Funktionalität mit architektonischem Potential. Mittlerweile findet es in den unterschiedlichsten Bereichen Anwendung. aerolight” wird für jedes Projekt individuell angepasst und kann je nach Anforderungen speziell beschichtet und hergestellt werden.


Ausgezeichnet
In 2002 In der Kategorie „Synthese, Architekt und Industrie in Zusammenarbeit” wird unserem Partner Dyckers & Friends für das Produkt Paravent aerosystem® in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Ingenhoven & Partner eine Auszeichnung verliehen. Von über 150 Wettbewerbs-Teilnehmern entschied sich die Jury für unser Produkt aerolight®, das hier in Verbindung mit aeroluv® – einem Aluminiumprofil für Gewebelamellensysteme – als Paravent unter dem Namen aerosystem® vorgestellt wurde. Mit dem Einsatz eines aerolight® perforierten Gewebes auf der Vorderseite und einem aerolight®, als Schallwand auf der Rückseite des Raumteilers konnte ein Schallabsorbtionsgrad von alpha = 0,59 erreicht werden. Die AIT über den Innovationspreis: „Dieser Preis, der die besten Produkte zur Ausstattung von Objekten auszeichnet, soll zum einen deutlich machen, welch hohes Innovationspotential in einer produkt- oder projektorientierten Zusammenarbeit zwischen Architekten und Unternehmen steckt. Zum anderen sollen auch Produkte ausgezeichnet werden, die unter architektonischen Gesichtspunkten herausragend sind.”